Linz, 18.Oktober 2009 -
Die große Triumphatorin des Generali Ladies Linz 2009 heißt Yanina Wickmayer! Die als Nummer drei gesetzte Belgierin besiegte im Finale des mit 220.000 Dollar dotierten WTA-Turniers die Tschechin Petra Kvitova nach einer Spielzeit von 1:25 Stunden mit 6:3, 6:4 und holte sich damit bei ihrem Debüt in Oberösterreich den zweiten Titel auf der Sony Ericsson WTA-Tour nach Estoril im Mai dieses Jahres. Damit wurde es nichts aus der Revanche von Kvitova für die Niederlage bei den diesjährigen US Open in New York, wo sich Wickmayer im Achtelfinale in drei hart umkämpften Sätzen durchgesetzt hatte.
Wickmayer wurde für den Erfolg mit einem Siegerscheck in Höhe von 37.000 Dollar und 280 Punkten für die Weltrangliste belohnt. Damit wird sie erstmals den Sprung unter die Top 20 im WTA-Ranking schaffen. Zudem machte sich die Aufsteigerin des Jahres, die die laufende Saison von Position 69 aus in Angriff genommen hat, selbst ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk, wird sie doch am kommenden Dienstag 20 Jahre alt.
In einem hochklassigen und von Powertennis geprägten Endspiel erwischte Wickmayer den besseren Start und lag rasch mit 3:0 in Führung. Kvitova schaffte zwar den Ausgleich zum 3:3, ehe die Belgierin mit dem Break zum 5:3 die Weichen zum Satzgewinn stellte. Im zweiten Durchgang nahm Wickmayer ihrer Gegnerin den Aufschlag zum 3:2 ab und verwertete gleich den ersten Matchball.
„Es war eine fantastische Woche für mich“, jubelte Wickmayer, die sich erst nach ihrem Vorstoß in das Semifinale der US Open dazu entschlossen hat, in Linz zu spielen und deshalb nur dank einer Wildcard in das Feld kam. „Es war eine goldrichtige Entscheidung, um die Wildcard anzufragen. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich heute bei den wichtigen Punkten mental stärker war. Ich habe versucht, vor allem mit dem ersten Aufschlag gut zu servieren, weil sie auf den zweiten viel Druck ausübt. Und diese Taktik ist aufgegangen“, freute sich Wickmayer. Kvitova, die sich mit 19.000 Dollar Preisgeld über die Niederlage hinwegtrösten konnte, haderte mit ihrer Vorstellung im Endspiel: „Das war mein schlechtestes Match in dieser Woche. Ich konnte heute nicht 100 Prozent meiner Leistung bringen und habe deshalb viele Fehler gemacht.“
Den Doppeltitel holte sich die deutsch-slowenische Paarung Anna-Lena Grönefeld und Katarina Srebotnik, die das polnische Duo Klaudia Jans und Alicja Rosolska im Finale mit 6:1, 6:4 besiegte.
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